Herzlich willkommen in der Abteilung Senioren


16.09.2019

„Jedermänner“ von Westfalia Hombruch feiern runden

Geburtstag im Theater Olpketal:

Auch zum 40. Geburtstag im Theater Olpketal stimmen die „Jedermänner“ um Gruppenleiter Paul Frei (1. Reihe, 4. v. l.) ihren Schlachtruf „Jedermann rrannn!“ an. (Foto: Peter Otworowski/TuS Westfalia Hombruch)
Auch zum 40. Geburtstag im Theater Olpketal stimmen die „Jedermänner“ um Gruppenleiter Paul Frei (1. Reihe, 4. v. l.) ihren Schlachtruf „Jedermann rrannn!“ an. (Foto: Peter Otworowski/TuS Westfalia Hombruch)

Nicht jede Sportgruppe hat einen Schlachtruf. Die „Jedermänner“ schon. „Jedermann rrannn!“, lautet er. Wobei orthografisch strittig ist, welche Buchstaben in welcher Häufigkeit auftreten. Sicher ist allerdings, dass er schon seit 40 Jahren erklingt. Der runde Geburtstag wurde Mitte September mit einem Besuch des Theaters Olpketal gefeiert. Bei Bruno „Günna“ Knust gab es das neue Soloprogramm „Tabula Rasa“. Und bei den „Jedermännern“ viele Erinnerungen an besondere Sport- und andere Erlebnisse.

40 Jahre Schlachtruf „Jedermann rrannn!“


Gegründet wurde die Gruppe an einem Freitagabend im Herbst des Jahres 1979. Auch wenn - wie der Name schon sagt - Sport für jeden Mann vom Arbeiter und Angestellten bis zum Professor angeboten werden sollte, waren doch eher die Damen der Schöpfung dafür verantwortlich. „Unsere Frauen mit ihren Kleinkindern hatten die Idee, dass wir aktiver sein könnten“, berichtet Gründungsmitglied Meinhard Lemke (75). Mit Paul Frei (82) saß gleich der richtige Mann in der Runde. Der heutige Ehrenvorsitzende des TuS Westfalia Hombruch übernahm die Leitung der neuen „Jedermann-Sportgruppe“ - und hat sie immer noch in seinen erfahrenen Händen.

Aus den fünf Gründungsmitgliedern wurden schnell 20 und mehr Sportler, die sich jeden Freitagabend in der Froschloch-Halle trafen. Auf dem Programm standen leichtes Aufwärmtraining, Dehnungs- und Skigymnastik, Geräteturnen, Zirkeltraining, Hallenhockey, Basket- und Volleyball. Im Sommer trainierten die „Jedermänner“ immer freitags auf dem Sportplatz an der Deutsch-Luxemburger Straße für das Deutsche Sportabzeichen und spielten Hockey und Faustball. Zu Spitzenzeiten hatte die Gruppe 35 Mitglieder. Und 1989 erfolgte der Umzug in die größere Sporthalle der Schubert-Grundschule, in der die „Jedermänner“ auch im 40. Jahr ihres Bestehens noch Sport treiben.

„Mittlerweile nehmen wir verstärkt auf das höhere Alter Rücksicht und bieten ein differenzierteres Programm an“, sagt Paul Frei. Mittwochs spielt eine kleinere Gruppe Prellball. Am Donnerstag schwingt sich eine weitere Gruppe der „Jedermänner“ in den Fahrradsattel und erkundet die nähere und weitere Umgebung. Und immer wieder freitags trifft sich die Kerngruppe zur Wirbelsäulengymnastik sowie zum Prellball für Senioren. Im Winter haben die Sportler sogar einen gemeinsamen Kochkurs gemacht. Nicht zu vergessen: die sogenannte „dritte Halbzeit“. Denn an jedem Freitagabend geht’s für die „Jedermänner“ zum Stammtisch.

„Wer Sport und Geselligkeit sucht, ist bei uns gut aufgehoben“, betont der Übungsleiter. So gibt es neben den sportlichen Aktivitäten ein vielfältiges Freizeitprogramm, das vom gemeinsamen Tagesausflug mit den Damen im Frühjahr bis zur dreitägigen Jedermannfahrt im September reicht. Im Besitz von Paul Frei befindet sich ein Buch, das alle Aktivitäten akribisch dokumentiert. Die allererste Fahrt in die Lüneburger Heide ist dort ebenso mit Fotos und Teilnehmern vertreten wie das Segeln auf dem Ijsselmeer oder die Paddeltouren auf der Weser. „Wir machen immer etwas Aktives“, sagt der 82-Jährige. Und Sportkollege Meinhard Lemke ergänzt: „Am schönsten ist es, wenn wir improvisieren!“

Sport und Geselligkeit für jeden Mann


Wer mitmachen möchte, kann jederzeit zu den „Jedermännern“ stoßen. Weitere Informationen gibt es bei Übungsleiter Paul Frei telefonisch unter 0231/ 79 30 320 und per Mail an epfrei@t-online.de.


Ziel der Abteilung ist es, auch für Senioren Gesundheit, Beweglichkeit und Ausdauer zu unterstützen. Sportliche Aktivität im zunehmenden Alter trägt entscheidend dazu bei, die Gesundheit zu erhalten und sogar zu verbessern. Und nicht nur dies: das regelmäßige Treffen in der Gruppe fördert das Miteinander und den Kontakt zu Gleichgesinnten.

 

In unseren Stunden tun wir etwas für unsere Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination. Es geht dabei nicht nur um das Stärken von Muskeln, Sehnen und Knochen, sondern auch um die Anregung unserer grauen Gehirnzellen. Spielerische Übungen mit Bällen, Hanteln oder auch Stäben tauschen sich ab mit Gleichgewichtsübungen und auch Gymnastik auf der Matte. Und am Ende jeder Stunde darf auch ein Prellballspiel nicht fehlen.

 

Dabei werden wir von einem erfahrenen und qualifizierten Übungsleiter angeleitet und begleitet.

 

Und übrigens sind wir auch sehr aktiv über unsere Sportstunden hinaus: Wir treffen uns zum gemütlichen Stammtisch und unternehmen Ausflüge.

 

Wer mitmachen möchte

  • Neue Mitglieder sind jederzeit bei den Senioren des TuS Westfalia herzlich willkommen.
  • Zurzeit beteiligen sich rund 15 Männer im Alter zwischen 69 und 90 Jahren an dem Sportangebot.
  • Die Treffen beginnen jeden Freitag um 9.00 Uhr in der Froschloch-Turnhalle, Froschloch 14, Dortmund-Hombruch.
  • Interessenten erhalten bei Karl-Heinz Jerghoff gerne zusätzliche Informationen: Telefon 0231/ 71 38 31
  • Interessenten können auch den 1. Vorsitzenden, Peter Marwedel, über die e-mail Adresse senioren@westfaliahombruch.de kontaktieren

17.02.2018

Westfalia Hombruchs ältester Übungsleiter:
Erich Lategahn feiert seinen 85. Geburtstag

Sport hält jung! Das sagen viele Studien. Wer in das Gesicht von Erich Lategahn blickt, erhält die gelebte Bestätigung. Nun gut, es ist offensichtlich, dass es keinem Mittvierziger gehört. Aber wie alt ist der dynamische Herr tatsächlich? 60, 70 oder 80 Jahre? Alles falsch: Erich Lategahn feiert am 14. Februar 2018 seinen 85. Geburtstag. Damit ist der sportliche Senior der älteste aktive Übungsleiter des TuS Westfalia Hombruch. Fast jeden Freitag steht er ab 9.00 Uhr in der Froschloch-Turnhalle, um die Abteilung Seniorensport des Vereins mit altersgerechten Übungen fit zu halten.

Dabei ist Erich Lategahn ein gutes Beispiel, dass man nicht unbedingt im Sandkasten angefangen haben muss, um als Senior sportlich mithalten zu können. „Ich bin erst am 1. März 1994 Mitglied von Westfalia Hombruch geworden“, berichtet er. Im zarten Alter von 61 Jahren lag ein aufreibendes Arbeitsleben als Kaufmann in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft hinter ihm. Wenig Bewegung, viele Autofahrten - der richtige Nährboden für ein ganzes Spektrum von Wohlstandserkrankungen. Darauf hatte Erich Lategahn keine Lust und begann ein sportliches Seniorenleben. „Gymnastik gefiel mir besonders gut und da merkte ich schnell, dass meine Beweglichkeit auch im Alter noch steigerungsfähig ist“, erzählt Erich Lategahn, der seine sportliche Heimat bei den Senioren des TuS Westfalia Hombruch fand.

Aber es sollte nicht einfach beim Mitmachen bleiben. 1999 absolvierte er zum Thema „Sport der Älteren“ eine Sonderausbildung beim Landessportbund. Im Mittelpunkt standen altersgerechte Übungen für Menschen jenseits der Lebensmitte. „Ich wollte das weitergeben, was ich selbst erlebt hatte“, sagt Erich Lategahn und übernahm im gleichen Jahr die Übungsleitung von seinem Vorgänger. „Unsere Gruppe ist immer größer geworden, weil alle ihren Spaß am gemeinsamen Sport haben“, lässt er die Zeit Revue passieren. Mit Fortbildungen und dem Studium von Übungsbüchern hat sich der Jubilar auf dem Laufenden gehalten. Und so hat der Übungsleiter im Laufe der Jahre ein Trainingsprogramm entwickelt, das hervorragend auf die Leistungsfähigkeit und das zunehmende Alter der Teilnehmer abgestimmt ist: Nach der Aufwärmphase gibt es immer seniorengerechte Gymnastik. Den Schlussakt bildet das beliebte Prellballspiel. Aber auch Keulenschwingen und Eisstockschießen in der Froschloch-Halle oder Boule auf der vereinseigenen Boule-Bahn sind sehr beliebt.

Regelmäßig legt Erich Lategahn seit 17 Jahren das Sportabzeichen ab und liebt dabei besonders die Leichtathletik. „Ich wundere mich immer wieder, wie ich beim Hochsprung mit einem Fosbury-Flop über die Latte komme“, schmunzelt der Jubilar. Trotz aller Sportlichkeit soll der 85. Geburtstag nicht nur groß gefeiert werden, sondern stellt auch eine Zäsur dar. „Bald möchte ich die Übungsleitung in gute Hände übergeben“, sagt der Kirchhörder. Mit Karl-Heinz Jerghoff steht bereits ein geeigneter Nachfolger in den Startlöchern. Der Hombrucher, der gerade seinen Übungsleiterlehrgang absolviert hat, kennt die Gruppe hervorragend, da er schon seit einigen Jahren der Stellvertreter von Erich Lategahn ist.